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Die Vereinigte Evangelische Lutherische Kirche Deutschland weist auf ein Ökumenisches Internetprojekt hin, das vor kurzem gestartet wurde: Wenn im Jahr 2017 die evangelischen Kirchen 500 Jahre Reformation feiern, kann dies im ökumenischen Miteinander mitunter zur Belastung werden. Allein das Wort „feiern“ birgt Zündstoff. Gleichzeitig ist es im ökumenischen Zeitalter undenkbar, ein solches Ereignis nicht mit den katholischen Geschwistern zu begehen. Was also tun? Dieser Herausforderung haben sich die römisch-katholische Kirche und die lutherischen Kir­chen weltweit gestellt. 2013 veröffentlichten sie dazu ein Doku­ment mit dem Titel „Vom Kon­flikt zur Gemeinschaft“. Der Text nimmt die Ergebnisse ökume­ni­scher Be­mühungen auf und versucht, eine gemeinsame Version der Reformations­ge­schichte zu schrei­ben. Dieser ge­mein­same Blick zurück soll helfen, nach vorne zu schauen: Darauf, wie die Ökumene weiter­gehen kann und auf das, was 2017 geschehen soll. Doch bei diesem Expertendokument soll es nicht bleiben. Das ökumenische Projekt „2017 gemeinsam unterwegs“ unter Federführung des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes und das Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik,  lädt zur Beteiligung an diesem Blick nach vorne ein. Unter www.2017gemeinsam.de kann jeder seine Meinung zu dem Text einbringen sowie konkrete Vorschläge machen, wie es bis 2017 ökumenisch weiter­gehen soll. Das Besondere daran: Die Ergebnisse gehen nach Rom zum Vatikan und nach Genf zum Lutherischen Weltbund. So kann jeder mit einem Internet-Beitrag, der so einfach wie eine E-Mail ist, Impulse für die internationale Ökumene geben. Auch bekannte Personen aus Kirche und Gesellschaft reden mit: Jede Woche stellen sich zwei Personen einer „Frage der Woche“. Kardinal Marx, der Ratsvorsitzende der EKD, Nikolaus Schneider, Kardinal Koch aus Rom oder Bundes­innenminister de Maizière nehmen ebenso teil­ wie Gundula Gause oder Eddie Hüneke (Wise Guys). Auch diese Fragen dürfen natürlich alle mitdiskutieren. Ihre Meinung zählt! Machen Sie mit und gestalten Sie den gemeinsamen Weg nach 2017. OKR Dr. Oliver Schuegraf (Deutsches Nationalkomitee / LWB) Direktor Dr. Burkhard Neumann (Johann-Adam-Möhler-Institut)
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