Seite auswählen
Abschlussbericht und Bilddokumentation zur Eröffnung des Reformationsjubiläums vom Wochenende des 28.10.16 – 29.10.16 in der Kirchengemeinde Karlstadt Am Donnerstagabend rollte er an und machte Station im Pfarrgarten der evang. luth. Kirchengemeinde St. Johannis: der große Doppeldeckerbus, der zum 500-jährigen Jubiläum von Luthers Thesenanschlag mit Themen rund um die Reformation und die damalige Zeit ausgestattet wurde. Das Reformationsmobil – wie es auch genannt wird – ist ein fahrbares Bibelmuseum, in das Besucher eintauchen können, um alles über Reformation, Glaube, Bibel und Gott zu erfahren. Dabei soll man nicht nur die Ausstellung betrachten, sondern auch mitmachen und mitgestalten. Das ist ausdrücklich gewünscht. Ein Team von erfahrenen Diakonen begleitet die Besucher und lädt sie zum Dialog ein. Zwei Tage lang stand der Bus unserer Kirchengemeinde zur Verfügung. Am Freitagvormittag wurden fünf Schulklassen aus Karlstadt und Zellingen der unterschiedlichsten Schularten eingeladen, um sich die Ausstellung anzusehen. Sie befassten sich mit den Themen „Luther und die Reformation, Luther und die deutsche Sprache und die Entstehung der Bibel“. Vor dem Bus war eine Gutenbergpresse aufgebaut. Wer wollte, durfte sich in alter Weise einen Bibelvers oder Psalm ausdrucken. An einer Thesentür konnten Besucher ihre Gedanken aufschreiben und sie dort, wie einst Luther an die Schlosskirche zu Wittenberg, anschlagen. Zur Mittagszeit kamen dann die Vorschulkinder evang. Kindergartens und begaben sich im Reformationsmobil auf Entdeckungsreise. Ab 14.30 Uhr stand das Reformationsmobil der Öffentlichkeit zur Verfügung. Herr Naumann erzählte im Bus auf spannende Weise den Besuchern und den Kirchenmäusen über die Entstehung der Bibel und zeigte im 1. Stock des Busses einen kleinen Film dazu. Wer wollte, durfte sich im Anschluss einen Druck aus der Gutenbergpresse mit nach Hause nehmen. Mit einer Andacht um 18.00 Uhr wurde das Reformationsjahr offiziell eröffnet. In einem kurzen Anspiel wurden bedeutende Reformatoren neben Martin Luther vorgestellt. Dabei fragte man sich, welchen Platz Luther und die Reformation in Kirche und Leben heute hat. Anschließend wurden alle zum Essen und Trinken in den Gemeindesaal eingeladen. Gemäß nach dem Motto „Futtern wie bei Luthern“ gab es einen leckeren Dinkeleintopf in der Brottasse und Erbsenmus mit Schweine-Rilette. Es mundete köstlich! Am Samstag durften die diesjährigen Konfirmanden mit den Pfarrern Hörning und Thelen und den Mitarbeitern des Busses Herrn Naumann und Herrn Idziaschek auf eine Zeitreise 500 Jahre zurückgehen. Nach einer kurzen Einführung in die Reformation und Übungen zur Theaterpädagogik wurden Konfliktfelder der Reformation vorgestellt wie beispielsweise Luther vor dem Reichstag. In Kleingruppenwurden die Kisten mit Verkleidung erobert und je ein kurzes Theaterstück erarbeitet, geprobt und am Nachmittag den Eltern und interessierten Gemeindegliedern in der Kirche vorgeführt. Dafür wurde eigens eine Bühne mit Beleuchtung aufgebaut. Im Anschluss erkundeten die Konfirmanden mit ihren Eltern das Reformationsmobil und konnten sich ebenfalls einen Druck an der Druckerpresse erstellen lassen. Bericht: Annette Geißendörfer-Opp, Eva Thelen
zum Vergrößern bitte anklicken
zum Vergrößern bitte anklicken