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Veranstaltungsreihe und Workshops bei bee Bildung Evangelisch in Erlangen im Herbst 2015 Zum Themenjahr Reformation. Bild und Bibel standen bei BildungEvangelisch in Erlangen in der Villa an der Schwabach in mehreren Seminaren die „Bilder“ aus verschiedenen Perspektiven im Blick. 28. Oktober 2015 Bei der LektorInnenfortbildung mit der Referentin Susanne Schrage ging es um das Thema Farben meiner Stimme / Bilder im Kopf darum, wie ein im Gottesdienst gelesener Bibeltext innere Bilder bei den ZuhörerInnen entstehen lassen kann. In der ca. 3 stündigen Veranstaltung arbeitete die Referentin mit den TeilnehmerInnen intensiv und konnte vor Augen führen, dass aus gelesenen Worten innere Bilder entstehen, die mit der Sprachintensität und Sprachqualität der LektorInnen in engem Zusammenhang stehen. Eine gelungene Veranstaltung, die sicher wiederholt werden wird. 12. November 2015 Anders näherte sich der Workshop Ikonenmalerei / Bilder für mein Herz? dem Thema Bild mit der Referentin Dr. Irena Pavlovic-Zeltner vom Fachbereich Theologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg – selbst Ikonenmalerin. Bilder und orthodoxe Spiritualität standen im Blick, den Zugang zu den Ikonen über das Herz brachte die Referentin – auch wissenschaftlich fundiert – dem Publikum nahe. Und das nicht nur theoretisch. Sie brachte selbst Bilder aus der eigenen Werkstatt mit und gestaltete so einen lebendigen Abend. 16. November 2015 Den Schlusspunkt setzte Prof. Ute Verstegen (Marburg). In einem eindrücklichen Vortrag zu Bildkritik und Bildzerstörung im Christentum machte sie deutlich, dass die Diskussion und das Ringen um Bilder auch im Christentum durchaus gewalttätig geführt wurde. Angesichts der medialen Präsenz von Kulturgutzerstörungen im Nahen Osten durch religiöse Fanatiker war das Thema hochaktuell. Ausgehend von der Zerstörung antiker Götterstatuen und der Diskussion um den richtigen Gebrauch in frühchristlichen Kirchen wurde ein weiter Bogen gespannt über den byzantinischen Ikonoklasmus und die reformatorischen Bilderstürme bis hin zu den Zerstörungen von Schreinen und Idolen durch jesuitische Missionare. Der Vortag regte an zum Diskutieren und Weiterdenken.