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Im Rahmen des Reformations-Jubiläums 2017 lud der ökumenische Gesprächskreis „Treff“ zu einem besonderen Filmabend ein. Mit dem im Oktober angelaufenen Film „Eine unerhörte Frau“ traf  Hannelore Grötsch, Leiterin des „Treffs“ in der Vorweihnachtszeit auf reges Interesse. Im voll besetzten Kinosaal der Familie Pösl verfolgten die Gäste den rührenden Film, der schon mit etlichen Preisen ausgezeichnet wurde. Unter der Regie von Hans Steinbichler, einem renommierten Filmschaffenden, wurde hier die wahre Geschichte einer  Mutter, die um ihr krankes Kind kämpft dramatisch verfilmt. Die versprochene Nachbesprechung fand nun im evangelischen Gemeindezentrum statt. Hier hatten die interessierten Gäste Gelegenheit, mit der Schauspielerin Kathrin Anna Stahl, die eine kleine, aber wichtige Rolle im Film spielte, über das Werk zu diskutieren. Kathrin Anna Stahl lebt und arbeitet als Schauspielerin, Autorin und Dokumentarfilmerin in München. Da sie in  Irchenrieth geboren und in Weiden Abitur gemacht hat, und ihre Mutter noch in Irchenrieth wohnt, war es für sie eine Freude, wieder in die Oberpfalz zurück zu kehren, um sich mit den Oberviechtachern auszutauschen. In gemütlicher Runde im Altarraum der Auferstehungskirche erzählte die Schauspielerin viel über die Entstehung und die Aufnahmearbeiten des besonderen Filmes. Die Gäste hatten die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die sie geduldig beantwortete. Hannelore Grötsch schlug die Brücke von dem Film zu Martin Luther mit den Worten, die er auf dem Reichstag sagte „Hier stehe ich, ich kann nicht anders“. So sieht sie auch die Mutter in diesem Film, die vor Ärzten, Ämtern und Gerichten für ihr Kind kämpft. Nach zwei Stunden angeregter Diskussion klang der Abend mit einem leckeren Buffet und gemütlicher Plauderei im Gemeindesaal aus. Extra: Die Autobiographie stammt aus den Händen von Angelika Nachtmann aus Bayern. Es geht um eine Familie, deren jüngste Tochter krank wird und keiner erklären kann, was dem Kind fehlt. Die Mutter kämpft und lässt sich nicht beirren, trotz aller Widerstände, die ihr in den Weg gelegt werden. 10 Jahre hat es gedauert, bis dieser Film  zustande kam. Angelika Nachtmann und der Produzent kannten sich schon über mehrere Jahre und sie erzählte ihm immer wieder Bruchstücke aus ihrem Leben. Im Laufe der gemeinsamen Treffen, ermunterte er sie, diese aufzuschreiben. (weu)
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