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Auf den Spuren unbekannter Reformatoren in Bayern Ein Film von Sabine Rauh Der Reformationstag 2016 ist der Auftakt zu einem langen Gedenkjahr: Am 31. Oktober 1517 veröffentlichte Martin Luther 95 Thesen gegen den Ablass und trat damit eine ungeahnte Lawine von Ereignissen los: die Reformation. Doch Luther war nicht allein. Für „seine“ Reformation gab es Vorkämpfer, Wegbegleiter, Gefolgsleute und Konkurrenten. Einige der wichtigsten von ihnen kamen aus den Landstrichen, die heute Bayern ausmachen, oder sie wirkten hier. Georg Spalatin aus Spalt: Ohne diesen Berater des sächsischen Kurfürsten hätte der „vogelfreie“ Luther nach dem Reichstag in Worms möglicherweise nicht überlebt. Der Malerfürst Lucas Cranach aus Kronach: Der enge Freund Martin Luthers war einer der wichtigsten Propagandisten der Reformation. Luthers Doktorvater und Kollege Andreas Bodenstein aus dem unterfränkischen Karlstadt wurde vom treuen Förderer Luthers zum scharfen Konkurrenten, der geradezu aus dem Weg geräumt wurde. Argula von Grumbach in Dietfurt: Obwohl sich das für Frauen ganz und gar nicht ziemte, machte sich die fränkische Adlige öffentlich für Luthers Lehre stark – und schrieb damit Kirchen- und Frauengeschichte. Anna von Lodron in Mindelheim: Auch diese Frau bekannte sich zur neuen Lehre und gewährte sogar verfolgten Täufern Schutz. Selbst Schutz benötigt hätten die Verfasser der Zwölf Artikel um den Prediger Christoph Schappeler in Memmingen. Lazarus Spengler schließlich setzte mit diplomatischem Geschick und starkem Netzwerk die Reformation in Nürnberg durch. Filmautorin Sabine Rauh erzählt ihre Geschichten – erfolgreiche und tragische, vertraute und überraschende. Ein Link zu der Website des Bayrischen Rundfunk finden sie hier.