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Erfahrungsbericht vom Kunstprojekt "Spuren aus Licht" vom 14. Mai bis 24. Juli 2016. 11 Kirchengemeinden in den Dekanaten Coburg und Michelau öffneten in der Zeit vom 14. Mai bis zum 24. Juli 2016 ihre Türen für Wanderer, Pilger, Glaubende, Neugierige und Kunstinteressierte. All diese Kirchen verband, dass sie entlang des Weges liegen, den Martin Luther gegangen ist, wenn er Richtung Süden unterwegs war. Für zehn Wochen beherbergten sie Lichtkreuze und Arbeiten des Künstlers Ludger Hinse. An den von den 11 Gemeinden und den zentral vom Projektleiter angebotenen 55 Veranstaltungen nahmen 2.661 Menschen teil. In fünf Workshops konnten 213 Kinder sich über die Gestaltung eines eigenen Kreuzes mit dem Thema auseinander setzen. Ersichtlich war, dass über die Veranstaltungen hinaus die Kirchen in dieser Zeit mehr frequentiert waren. Für Pilger und Besucher geöffnet, waren die Lichtkreuze zugänglich und in den Gottesdiens-ten oft Thema. So konnten schätzungsweise ca. 10.000 Besucher die Kunstwerke sehen, den alten Kirchenraum mit moderner Kunst neu wahrnehmen und sich von dem Symbol des Kreuzes neu anregen und ansprechen lassen. Stimmen zum Projekt sind der Anlage zu entnehmen. Über verschiedene Formate (Gottesdienst, Andacht, Konzert, Künstlergespräch, Workshop, Fest und Feier mit dem Kreuz, interreligiöser Dialog und multireligiöses Gebet, Pilgerwanderungen, Fahrten) wurden unterschiedliche Zugänge zum Kreuz eröffnet. Die Öffentlichkeitsarbeit war in ihren einzelnen Schritten gut abgestimmt. Ein Informationsflyer kündigte das Projekt bereits im Januar an. Der Künstler und das Projekt wurde mit dem Erscheinen des Programmheftes der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Ein über die Gemeinden zu erwerben-der Pilgerführer begleitete von Kirche zu Kirche, wo von jedem Kunstwerk eine Kunstpostkarte erwor-ben werden konnte, so dass ein Erinnerungsalbum zum Kunstprojekt entstand. Eine Medienpartnerschaft ermöglichte die Bewerbung über die Presse, wie auch regelmäßige und breite Berichterstattung die Öffentlichkeit über das Projekt informierte. Die Homepage war ein weiterer Zugang zu Informationen und Veranstaltungen, der mit über 12.000 Klicks in sechs Monaten gut genutzt wurde. Eine Projektgruppe plante und steuerte das Projekt zentral. In den einzelnen Kirchen-gemeinden sorgten Projektleiter vor Ort mit ihrem Team für die lokale Öffentlichkeitsarbeit und die Planung und Durchführung der Veranstaltungen. Zum Gelingen des Projekts trug auch der Künstler Ludger Hinse wesentlich mit bei, sowohl in der Vielfalt, wie er sich selber in das Projekt eingebracht hat (21 Veranstaltungen: Gottesdienste, Fahrten, Andachten, Künstlergespräche, Vernissage und Finissage), als auch durch seine Authentizität als Botschafter der christlichen Hoffnung. Dieses Kunstprojekt im ländlichen Umfeld anzusiedeln hatte besonderen Reiz, da Kunst oft in Städten angesiedelt ist. Gerade in der Reformationsdekade half das Projekt in der Region über das Symbol des christlichen Glaubens zu meditieren und die Hoffnung, die von dem Kreuz ausgeht, über die Lichtkreuze neu ins Bewusstsein zu bringen. Durch die Kooperation zweier Dekanate und zweier Bildungswerke konnten sich Menschen verschiedener Kirchengemeinden zum Thema Kreuz über Wochen hinweg begegnen. Die Nachhaltigkeit des Projekts drückt sich vor allem darin aus, dass von 11 Kirchengemeinden vier ein Kunstwerk für ihre Kirche erwarben (Meeder: Kreuz der Erinnerung, Niederfüllbach: Altarkreuz Himmelswohnungen, Scherneck: Lichtgestalt, Watzendorf: Sternensplitterkreuz). Die Pilger werden mit dem Pilgerbegleiter und die Mitarbeitenden über die DVD eine persönliche Erinnerung behalten. In der Zeitschrift Kirche und Kunst soll das Projekt eine Nachbesprechung und Würdigung finden. Eindrücke aus den Gemeinden (PDF zum Download) Coburg, 07.11.2016 von Pfarrer Dieter Stößlein, Projektleiter