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Aus der Reihe "Traumpfade" des Bayerischen Fernsehens 50 Jahre schmuggelten Händler von Passau bis nach Slowenien lutherische Bibeln, Gebets- und Gesangbücher. Der protestantische Glaube war damals in Österreich verboten. Sehen Sie sich in der Mediathek des Bayerischen Fernsehens eine Dokumentation an, wie einst evangelische Bücher ihren Weg über die Alpen fanden. Nur im Verborgenen konnten die sogenannten Geheimprotestanten ihren Glauben leben. Wer erwischt wurde, musste ausreisen oder wurde des Landes verwiesen, ohne Hab und Gut. In der Schlussphase wurden die minderjährigen Kinder von den Eltern getrennt und zur Umerziehung den Jesuiten übergeben. 1781 erließ Joseph II das „Toleranzpatent“, und der protestantische Glaube wurde wenigstens toleriert. 2008 hat die Evangelische Kirche in Österreich den „Weg des Buches“ eröffnet. Er folgt den Spuren der Bibelschmuggler und Geheimprotestanten von Passau bis nach Agoritschach an der Grenze zu Italien und Slowenien. Auf 29 Tagesetappen durchwandert der Pilger das Salzburger Land und Kärnten und legt dabei über 600 Kilometer zurück. Tamara Link hat das letzte Drittel dieses Weges erkundet und einen spirituellen Traumpfad entdeckt. Mit ihr durchwandern wir die geheimnisvollen Nockberge, ein Nationalpark in Kärnten, wir begegnen beim plötzlichen Wintereinbruch Kuhhirten und Sennerinnen, treffen evangelische Pfarrer, besichtigen das Diözesanmuseum in Fresach, das u.a. viele alte lutherische Bibeln birgt, und lernen einen magischen Ort kennen, die sogenannte „Hundskirche“, an dem die Geheimprotestanten mitten im Wald ihre Gottesdienste abhielten. Text: www.br.de